Neu denken erlaubt

Veränderung prägte die Weltgeschichte seit je her, die Wirtschaft besonders in den letzten Jahrzehnten. In den letzten 12 Monaten jedoch konnte man meinen, sie stünde still. Nicht immer nehmen wir Neues so an, wie es richtig und wichtig wäre. Haben wir die Wahl, entscheiden wir uns oft gegen Veränderung, weil es Mut und Kraft braucht, die Komfortzone zu verlassen. Haben wir aber keine Wahl, müssen wir im Sinne des Darwinismus Dinge tun um zu überleben und vorwärts zu kommen. Diese Entwicklung sahen wir bei wirtschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre. CORONA ist dabei ein dramatisches Ereignis mit Einmaleffekt, aber kein Systembruch, vielmehr „Brandbeschleuniger“. Unser Beitrag zu den Newslettern der Bayern Consult sind Interviews mit Vorständen und leitenden Mitarbeitenden der Sparkassen in Deutschland.

Mit Mut und Kraft den Blick nach vorne richten

Dinge müssen neu gedacht werden aber Unternehmer dürfen nicht dem „ewigen Sturm der schöpferischen Zerstörung“ zum Opfer fallen, formulierte Joseph Schumpeter vor rd. 100 Jahren treffend. Überleben wird nur, wer Warnsignale frühzeitig erkennt und immer wieder aufs Neue versucht herauszufinden, welcher Weg erfolgversprechend ist. Heute befinden wir uns an einem Scheidepunkt, Unternehmen müssen sich für neue Märkte rüsten und ihr Geschäftsmodell und ihre Marktmechanik hinterfragen. Belastet wird dies durch teils enorme Investitionsbedarfe und zusätzliche Betriebsmittelbedarfe bzgl. ihrer finanziellen Ausstattung in Lager und Equipment. Wer soll das bezahlen? Die Passivseite der Bilanz wurde im letzten Jahr oft mit Alt-Verbindlichkeiten, Überbrückungshilfen und Sonderkrediten aufgefüllt.

Hier stellen wir Ihnen Möglichkeiten vor, Unternehmen zusätzlich zu Firmenkrediten zu entwickeln.

Maßnahmen für alle Phasen des Krisenzykluses

In den neuen Bundesländern gingen viele mittelständische Unternehmen mit einer soliden EK-Quote in das Jahr 2020. Das war nicht nur einer zurückhaltenden Entnahmepolitik geschuldet. Unsicherheit beim Thema Digitalisierung veranlasste manche der meist inhabergeführ-ten Unternehmen auch dazu, Investitionen zurückzuhalten. Mit der Pandemie setzte aber eine EK-Erosion insbesondere dort ein, wo krisenbedingt Verluste gemacht werden mussten. Die Wiederherstellung der soliden EK-Basis bzw. deren weitere Stärkung wird für den Mittelstand zukünftig eine zentrale Aufgabe sein.
Dass die aktuellen Entwicklungen der Digitalisierung einen weiteren Schub verleihen, ist an vielen Stellen sichtbar. Dafür notwendige Investitionen werden zahlreiche Unternehmen weiter unter Finanzierungsdruck setzen, insbesondere vor dem Hintergrund einer Ratingverschlechterung. Am Ende der Pandemie, die uns weiterhin in Atem hält, ist ein Erstarken der Wirtschaft zu erwarten. Dann fehlen den Unternehmen unter Umständen die Mittel zur Vorfinanzierung des einsetzenden Wachstums. Die zunehmende Herausforderung, Lieferketten sicherzustellen, könnte diesen Effekt noch zusätzlich verstärken. Themen wie Working-Capital-Management und Effizienzsteigerung werden wieder in den Vordergrund rücken.

Die große Herausforderung für Finanzinstitute derzeit: Geschäftsentscheidungen müssen unter einem hohen Grad an Unsicherheit getroffen werden. Kunden können keine validen Planungen und Prognosen zur eigenen Geschäftsentwicklung vorlegen. Darüber hinaus müssen Kreditgeber die Frage beantworten, welche Unternehmensstrukturen langfristig überlebensfähig sind und erhalten werden sollen.
Die Krise zeigt uns, wie wichtig hierbei der Faktor Zeit ist. Entscheidend wird es jetzt sein, die wichtigen Themen aktiv anzugehen und gemeinsam Lösungen zu finden:

  • Steigerung der Ertragskraft zur Wiederherstellung der EK-Stabilität
  • Investitionsentscheidungen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit
  • Sicherstellung der Kapitaldienstfähigkeit nach Ablauf von Überbrückungskrediten
  • Unternehmensnachfolge

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Stöbern und Blättern im „Bayern Consult Aktuell Sonderedition“ und „Bayern Consult Aktuell Niederlassung Leipzig

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