Ukraine wirbt um Investoren für Fintech-Branche

Der ehemalige Präsident der Ukraine (2005-2010), Viktor Juschtschenko, stellte in Wien das Zahlungsverkehrssystem LEO für Import- und Exportbetriebe sowie Investoren vor. Juschtschenko ist Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens, CEO ist Alena Shevtsova.  Die beiden (Im Titelbild zu sehen) stehen an der Spitze eines Fintech-Unternehmens mit Hauptsitz in Kiew, das vor 10 Jahren als technischer Partner von Entwicklern und Herausgebern von Online-Spielen in der Ukraine begonnen hat und inzwischen stark gewachsen ist.

2016 wurde eines der ersten Zahlungsabwicklungszentren der Ukraine aufgebaut, das von einem Finanzunternehmen und nicht von einer Bank gegründet wurde. Hintergrund ist, dass die Ukrainer massiv auf Zahlungen im Intekkrnet umstellen, auch die Zahlung mit Geldern aus dem Handyguthaben wächst stetig. Das Wachstum der Online-Zahlungen erreichte 2020 45%. Darüber hinaus wächst auch der Anteil der Zahlungen mit Bankkarten in Offline-Shop. Auch die Kreditkartenunternehmen arbeiten aktiv mit Marktteilnehmern zusammen, um bargeldlose Zahlungen zu entwickeln. Dies ist der Hauptgrund, so Alena Shevtsova, warum internationale Zahlungssysteme in den letzten Jahren zum Haupttreiber der Entwicklung der bargeldlosen Wirtschaft geworden sind.

Dynamische Beziehungen zwischen der Ukraine und Österreich

Laut Viktor Juschtschenko gewinnt die Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und Österreich an Dynamik.„Die Regierungen unserer Länder haben eine Reihe von Kooperationsabkommen geschlossen, die zur Entwicklung der wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen beitragen.“

Die Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen und die Gewinnung österreichischer Investoren auf einem neuen, schnell wachsenden und margenstarken Markt sei das Ziel seines Besuchs, erklärte Juschtschenko.

Direktinvestitionen und Außenhandel  

Österreich werde früher oder später einer der führenden Investoren auf dem ukrainischen Markt, ist Juschtschenko überzeugt. Das investierte österreichische Kapital beläuft sich auf 553 Mio. Euro.

Luft nach oben gibt es auch beim bilateralen Handel: Laut Statistik Austria lag der Handelsumsatz zwischen der Ukraine und Österreich im Jahr 2020 bei 1,35 Mrd. Euro. Der Export ukrainischer Waren betrug 829,6 Mio. Euro.

 

Bislang gibt es keine Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar